Rennsteigüberquerung im Winter
Marathon-Skilauf mit Traumloipen und Tiefschnee

Erinnerungen von Peter Michalak


Idee und Vorbereitung
Nach der Nonstop-Wanderung und der kurz darauf folgenden MTB-Überquerung des Rennsteig im Sommer 2008 entstand als Fortsetzung dessen das Projekt "Rennsteigskilauf", natürlich nonstop. Als der Winter sich ab Januar 2009 richtig Mühe gab die Bedingungen dafür zu schaffen, wurde aus der fixen Idee ein Projekt. Neben dem regelmäßigen Training begann das Zusammenstellen des Teams und das Auskundschaften der Strecke, die über den Rennsteigwanderweg, Rennsteigradweg oder die dem Rennsteig am nächsten liegende Loipe führen sollte. Letztendlich läutete der festgelegte Samstag im März den Frühling ein und der Skilauf war unter akzeptablen Bedingungen nicht mehr möglich.
Im Januar 2010 sorgte der Winter für die erforderlichen Schneebedingungen. Als Termin wurde der 20.02.2010 festgelegt. Die Bedingungen auf dem Rennsteig wurden ab Anfang Februar immer besser und auch in Hörschel und Blankenstein war die Schneedecke ausreichend. Es zeichnete sich ab, dass ich die Strecke komplett in Angriff nehmen würde und ca. 5 Leute mich partiell per Ski begleiten werden.

Wetterumschwung und Terminverschiebung
Ab 10.02.2010 wurden fast stündlich die Wetterprognosen geprüft und es machte sich eine gewisse Nervosität breit, als für den 20.02. Temperaturen über Null Grad und Regen vorhergesagt wurde. Als die Vorhersagen immer schlechter wurden, begann am 12.02. gegen 11 Uhr eine große Telefonaktion um die Verfügbarkeit der Teilnehmer und Betreuer für den nächsten Tag abzuklären. Als das Begleitteam stand und 2 Ski-Begleiter zugesagt hatten war die Aktion für den 13.02. beschlossen. Am Nachmittag erreichten uns noch einige Warnungen über umfangreichen Windbruch, vom Forst zerwühlte Wege, riesige Schneewehen und gesperrte Rennsteig-Abschnitte im Bereich Ruhla, die für einiges Kopfzerbrechen sorgten. Am Abend kam im MDR-Fernsehen zufällig noch das Rennsteiglied incl. einiger schöner Bilder und so war dann auch für die mentale Einstimmung gesorgt.

Gute Laune am Start in Hörschel (10:25 Uhr, km 0)
Samstag gegen 9 Uhr war Abfahrt in Richtung Eisenach, in Hörschel empfingen uns Sonne und blauer Himmel und alle waren in guter Stimmung. An der Werra wurden die üblichen Fotos gemacht und 10:30 Uhr war Start. Ganz ruhig und in freudiger Erwartung einer fantastischen Tour setzte ich mich mit den einfachen Nowax-Ski in Bewegung, die Bedingungen reichten von Tiefschnee und umgestürzten Bäumen bis zu geräumten und gestreuten Fahrwegen. Ich hatte noch keine Ahnung, was da so richtig auf mich zukommt.

Hörschel - Inselsberg (15:50 Uhr, km 35,7)
Der Weg führte im Tiefschnee bergauf, z. T. gab es alte Spuren die zugeschneit waren sowie schöne Ausblicke ins Werratal und zur Wartburg. Nach dem Vachaer Stein (Querung der B84) gab es manuell gezogene Spuren und das Skilaufen machte richtig Spass. Hier hätte man bereits die guten Ski anlegen können aber die waren im Auto und das wartete an der Hohen Sonne. Dort war nach 14,7km die erste kurze Verpflegung. Ich entschied mich weiterhin mit den einfachen Ski zu laufen, da jetzt der Abschnitt mit dem Windbruch folgte.
Es ging ständig bergauf und zunächst auf breiten Fahrwegen mit manuell angelegten Spuren gut voran. Die Zahl der umgestürzten und querliegenden Bäume häufte sich, der Wind hatte hier ordentlich gewütet und die schwer mit Schnee beladenen Bäume abgeknickt. In Richtung Bergwachthütte Auerhahn verrieten Sägespäne und abseits liegendes Holz, dass hier bereits beräumt wurde. Kurz darauf war eine Gruppe der Bergwacht bei der Räumung des Rennsteiges im Einsatz. Nach der Schillerbuche war der Rennsteig gesperrt, ich folgte einer Spur und es wurde wild. Alle paar Meter lag ein großer Ast oder ein ganzer Baum, der Weg glich einem Slalomkurs im Tiefschnee und war beschwerlich.
Vom Wintersportort Brotterode erwartet man eigentlich präparierte Loipen und ich war informiert wo die (normalerweise) sind. Die Wege per GPS zu finden war kein Problem, aber da war nichts als Tiefschnee. Zum Glück waren bereits 2 Leute vor mir dort unterwegs, aber auch dieses Glück verlies mich dann als diese Spur talwärts abbog. Ich entschloss mich vom Rennsteigradweg durch den Tiefschnee wieder einige Höhenmeter bergauf in Richtung Rennsteigwanderweg zu gehen und einen bekannten Weg zu nutzen der südlich unterhalb des Inselsberg-Gipfels entlang führt. Hier waren bereits einige Skiläufer unterwegs, so dass es wieder schneller voran ging. Es folgte die steile Abfahrt zum Parkplatz am Kleinen Inselsberg, ab hier sollte ich Begleitung bekommen. Ich war ungewöhlich fertig, fühlte mich leer und müde. Jetzt galt es den extremen Flüssigkeitsverlust auszugleichen und ein paar "Kohlen" nachzulegen.

Inselsberg - Oberhof Rondell (19:30 Uhr, km 65,7)
Ich freute mich auf die Begleitung durch André, die (hoffentlich) ab hier präparierten Loipen und entschied mich für den guten Nowax-Ski. Diese Entscheidung war richtig, denn präparierte Loipen suchte man vergebens, letztendlich konnten wir froh sein, dass wir den Rennsteigradweg in Richtung Ebertswiese fanden, denn bei fast 1m Schnee sieht alles etwas anders aus, Schilder waren keine zu sehen. Wir waren informiert, dass ab Heuberghaus maschinell präpariert war, bis dahin war es nicht weit. Bereits kurz vorher am Abzweig zum Gasthof Tanzbuche begann die Loipe und wir waren erleichtert, dass der "Acker" endlich zu Ende war. Von hier ging es mit welligem Profil vorbei an der Ebertswiese zur Neuen Ausspanne.
Ab hier sollten zum ersten Mal die Skatingski genutzt werden und darauf freute ich mich. Das Pflichtprogramm bestand aus mindestens 1 Liter trinken und essen was reingeht. Und die Stirnlampe nicht vergessen, es wird dunkel! Wenn man nach ca. 20min aus dem Auto aussteigt und in der klirrenden Kälte ist, friert man sofort. So war es günstig, dass es in Richtung Sperrhügel bergauf ging. Wenig später folgte der steile Anstieg in Richtung Wachsenrasen. In diesem Abschnitt war keine Skatingloipe, aber mit etwas Improvisation und viel "Doppelstock" kamen wir gut voran. Am Wachsenrasen begann die Skatingloipe, auf unserer "Hausstrecke" ging es wie von alleine. Schnell waren wir am Grenzadler, hier war sonst immer "Ende der Veranstaltung". Mir kam kurz der Gedanke wie angenehm das jetzt wäre...
Dann ging es weiter über den Anstieg am Stein 16 zum Rondell, dort wartete das Begleitteam. Es folgte die übliche kurze Pause mit Essen, Trinken und Skiwechsel, ab hier war die Skatingloipe zu Ende.

Rondell - Allzunah (22:27 Uhr, km 84,7)
Die weitere sehr schöne Strecke führte bergauf zum Großen Beerberg. Die Loipe war von Motorschlitten zerfahren, hier wären die Skatingski gut gewesen... Am Großen Beerberg (982m) war der höchste Punkt der gesamten Strecke erreicht, von dort folgte die Abfahrt zur Schmücke, wo André ausstieg und mir ganz viel Kraft für die "restlichen" 100km wünschte.
Es ging weiter am Mordfleck vorbei in Richtung Rennsteigkreuzung und Bahnhof Rennsteig. Die Strecke dorthin ist wellig und ab Alte Tränke wild, manuell gespurter Tiefschnee in den die Stöcke meist 50cm tief einsinken. Bis jetzt gab es noch nicht den kleinsten Sturz, das war erstaunlich! Am Bahnhof Rennsteig kam endlich das Auto, ich war mittlerweile fast verdurstet. Von dort gab es wieder eine Loipe, sie verlief auf dem alten Bahndamm Richtung Allzunah. Am Ortseingang auf dem Parkplatz suchte ich vergebens das Auto. Die Jungs wussten meist nicht exakt wo die Loipe verläuft, endlich Leuchtzeichen, ich winke sie zu mir.

Allzunah - Ernstthal (04:00 Uhr, km 125)
Essen, Trinken, Ski- und Schuhwechsel, endlich wieder skaten, jetzt für ca. 40km. Wie werden die Bedingungen zwischen Neustadt und Masserberg sein? Die Temperatur lag bei -8°C, seit nachmittag fällt leichter Schneegriesel - herrlich! Zum Glück ging es anfangs wieder bergauf um warm zu werden, vorbei am Dreiherrenstein und weiter nach Neustadt/R. auf bekannter Strecke. 50m vor Ankunft am Parkplatz in Neustadt klingelt das Telefon, beim Suchen der kleinen Taste mit dem dicken Handschuh passiert es dann doch, die Skispitze bleibt in einer Schneewehe hängen und es folgte der erste kleine Sturz. Ein kurzer Fluch und weiter. Wieder Essen, Trinken, dann nehme ich die Ski und etwas zu knabbern und laufe zu Fuss weiter durch Neustadt. Am Ortsausgang wieder Essen und Trinken, ich nutze jede Möglichkeit dazu.
Weiter mit den Skatingski nördlich der Straße Richtung Kahlert. Das Auto fährt nebenher, das Team feuert mich an und sie freuen sich dass ich richtig schnell unterwegs bin. Die Loipe war zerfurcht, die leichte Neuschneeauflage milderte das etwas. Ich bangte um den Zustand der Loipe von Kahlert zur Triniushütte, denn hier war eine Woche zuvor auf Grund eines defekten Pistenbullis richtiger "Acker". Aber alle Befürchtungen waren hinfällig - es war genial! Frisch präpariert mit dünner Neuschneeauflage! Die bisher beste Loipe auf der gesamten Strecke! Das war maximaler Spassfaktor bis zur Triniushütte, hier folgte die Straßenquerung, das gefühlte 100. Mal Pinkeln und dann die längere steile Auffahrt in Richtung Masserberg. Wie lange hält der Lampenakku der Lupine noch durch? Der ist seit Oberhof in Betrieb und so langsam am Limit. Für den Notfall habe ich die Petzl-Lampe dabei. Ab Masserberg kenne ich die Strecke auswendig, es ist nicht mehr weit bis Friedrichshöhe, wo wir kurz zuvor eine Woche Urlaub (und auch etwas Traingslager) machten. Dort wartete Heinrich im Arnika-Stadl mit einem warmen Abendessen auf uns. Beim Abbiegen vom Rennsteig auf die 100m-Anschlussloipe zum Arnika-Stadl ging plötzlich die Lampe aus. Glück gehabt, ich musste nicht mehr wechseln. Als ich ankam begrüsste mich Heinrich, die Jungs schliefen im Auto. Das warme Essen, Tee und ein Holzfeuer sorgten für eine gemütliche Atmosphäre, statt der geplanten 30min blieben wir 1 Stunde - egal... Ein neuer Lampenakku, eine zusätzliche Jacke zum warm werden und dann ging es weiter mit Skatingski zum Dreistromstein. Das war die "Haustrecke" und sehr schön noch dazu, es ging fast im Slalom durch den Wald. Neben der Strecke Kahlert-Triniushütte war der folgende Abschnitt nach Limbach der schönste der gesamten Tour - es ging ca. 4km leicht bergab, frisch präpariert mit leichter Neuschneeauflage, der absolute Wahnsinn!
An der Straßenquerung in Limbach konnte ich die zusätzliche Jacke abgegeben, es ging weiter leicht bergauf auf dem Rennsteigradweg zum Sandwieschen. Ein sehr schöner Weg, leider seit einiger Zeit nicht mehr präpariert. Oft muss man vom Sandwieschen zu Fuss durch die Rennsteighohle Richtung Neuhaus gehen, aber stattdessen war am Fuss der Hohle nach links ein breiter Weg steil bergauf präpariert. Die anschließende Strecke war bekannt und sehr schön, kurz vor der Rennsteigbaude wurde die B281 überquert und vorbei am Wächtersteich ging es zum Bahnhof Igelshieb, weiter entlang der Bahnlinie nach Ernstthal. Am Bahnübergang wartete das Auto und ich sollte einen Begleiter bekommen. Aber zunächst das Übliche: Schnitzel, Brot, Knäckebrot, Energiegel und 1,5 Liter Trinken.

Ernstthal - Steinbach/W. (08:10 Uhr, km 145)
Ab Ernstthal war Skating fraglich bzw. nicht möglich, deshalb wurden die Ski wieder gewechselt. Carsten aus dem Begleitteam wollte mich ab hier begleiten und wir machten uns zu Fuss auf den Weg durch Ernstthal zur Rennsteigloipe. Gut präpariert und etwas zugeschneit (es war mittlerweile 4 Uhr früh) führt diese sehr schöne Strecke vorbei am Gasthaus Brand in Richtung Spechtsbrunn. Ab hier erwartete ich Tiefschnee, was wir sahen war unglaublich - eine von einem Motorschlitten mit Loipengerät präparierte einspurige Loipe auf dem Rennsteigwanderweg. Wir waren die ersten die darüber liefen! Später wurde es "zweigleisig" und dann zweigte wieder eine Loipe ab - fantastisch! So kamen wir gut voran bis zur Abfahrt nach Spechtsbrunn, die dann aber doch im Tiefschnee erfolgte. Hier legte ich mich zum 2. Mal während der Tour in den Schnee.
Weiter zu Fuß durch Spechtsbrunn, hier wartete das Auto und Carsten machte eine kurze Pause um mich später wieder zu begleiten. Ich lief weiter und war sehr erfreut, dass auch hier wieder präparierte Loipen waren. Als ich im letzten Jahr diese Gegend auskundschaftete, waren hier höchstens ein paar selbstgetretene Spuren. Es ging mit 2-spuriger Klassiklpoie und mittiger Skatingspur weiter, ich war begeistert und kam richtig schnell voran. Allerdings endete die Zivilisation an der bayrischen Grenze, was zunächst keine große Überraschung war. Als dann in der Morgendämmerung neben der Frankenwaldhochstraße nicht einmal manuelle Spuren zu finden waren und wir (Carsten lief ab hier wieder mit) neben der Straße durch salzverseuchten krustigen Tiefschnee laufen mussten, war der Frust gross. Sollte das jetzt wirklich 8km bis Steinbach so weitergehen? Ich konnte es nicht glauben und mittlerweile hatte ich starke Schmerzen im rechten Fuss durch den klassichen Abdruck. Carsten kämpfte vor mir mit dem Tiefschnee und ich konnte zumindest in seiner Spur laufen, danke! Aber die Situation besserte sich erst ca. 2km vor Steinbach, als 2 parallele Motorschlittenspuren auf dem Weg verliefen, in der Mitte war Tiefschnee. Werden so in Bayern die Loipen präpariert? Bis Steinbach lief ich auf dieser "Hilfsloipe" mit den alten Skatern um den Fuss etwas zu entlasten.

Steinbach/W. - Blankenstein (15:55 Uhr, km 179)
Durch Steinbach und einen weiteren Kilometer nahm ich die Ski in die Hand und legte die Strecke im Laufschritt zurück. Ab dem Kreisverkehr vor der alten Ziegelhütte begleitete mich Gabor, er stand zum ersten Mal auf Langlauf-Ski. Am Abzweig von der Straße folgte der nächste Schock - Tiefschnee! 2 Skiläufer hatten sich bereits vor uns durchgemämpft. Wir kamen langsam voran und Gabor kompensierte bewundernswert mit Kraft die fehlende Routine. Das war keine Strecke, die ich einem Langlauf-Neuling antun möchte. Und es passte zum Frust auf die katastrophalen Bedingungen im "Westen", als exakt hinter dem ehemaligen Grenzstreifen wieder eine Loipe auftauchte. Wahrscheinlich manuell gespurt aber egal, es machte wieder Spass und die Geschwindigkeit verdoppelte sich. Statt dem Rennsteigwanderweg folgten wir der Loipe, das brachte einen kleinen Umweg und wir kamen wenig später in Brennersgrün an. Essen fassen und das übliche Ritual zur Herstellung der körperlichen Funktionsfähigkeit. Aus unerklärlichen Gründen dauerten die Pausen immer länger...
Zu Fuss ging es zunächst weiter durch Brennersgrün und anschließend wieder in den Tiefschnee. Hier war noch eine Spur von 2 Vorgängern (man sieht die Anzahl der Stockabdrücke) vorhanden, später machte ich die Spur. Gabor tut mir etwas Leid bei seinem Langlaufdebüt, er hat sich vorgenommen die restliche Strecke bis Blankenstein mitzulaufen. Zwischen Grumbach und Rodacherbrunn kommt er an einem besonders steilen Anstieg im Tiefschnee nicht mehr vorwärts und möchte die Ski abschnallen. Er hatte dabei nicht bedacht, dass er bis zum Bauch einsinkt und sein Problem damit nicht wirklich gelöst war...
Bis Rodacherbrunn bleibt uns der ungespurte Tiefschnee erhalten, die Stimmung ist im Keller. Irgendwann kamen wir dann doch an und das Team im Auto erwartet uns. Dass sie das Auto dort im Schnee festgefahren hatten, bemerken sie erst als sie weiterfahren wollten. Für uns galt es die Speicher so weit wie möglich aufzufüllen und auf die vorletzte Etappe Richtung Schlegel aufzubrechen. Ich hegte eine gewisse Hoffnung auf Klassikspuren auf den folgenden breiten Fahrwegen. Diese Spuren begannen sogar schon am Ortsausgang auf einem Trail im Wald, das machte wieder richtig Spass. Und als der bekannte breite Fahrweg kam setzte sich das fort. Gabor konnte mein Tempo nicht halten und da ich nach mittlerweile 27 Stunden Laufzeit schnellstmöglich ankommen wollte vereinbarten wir, dass er sich abholen lässt. Jetzt legte ich ein zügiges Tempo vor und bedauerte etwas, dass ich mit den langsamen Ski unterwegs war. Aber der nächste Tiefschnee kam und die Abfahrt nach Schlegel über eine große freie Schneefläche war ein kleines Highlight. Im Ort wartete das Auto und nach einer recht kurzen Pause ging ich auf die letzten 6km. Voll motiviert legte ich ein Höllentempo vor und folgte einer akzeptablen Spur. Wenig später bog diese Spur ins Tal ab, allerdings einer ausgeschilderten Alternativ-Route des Rennsteig (blaues R) folgend. Ich fragte Einheimische und vergewisserte mich, dass ich dort nach Blankenstein komme. Es war ein sehr schöner Weg bergab über Seibis Richtung Blankenstein, der aber später nach einer Straßenquerung plötzlich im Dickicht endete. Die mögliche Straße wollte ich nicht benutzen und ich beschloss einer Spur bergauf zu folgen. Die GPS-Akkus waren leer und eine Karte hatte ich nicht mit. Was tun? Ich folgte meinem Instinkt, leider sehr lange bergauf. So kam ich nach einigen zusätzlichen Kilometern und Höhenmetern wieder auf den Rennsteig und folgte ihm ins Tal. Am Ortseingang Blankenstein wartete das Begleitteam im Auto. Ich erklärte ihnen, das ich mich auf den letzten Kilometern etwas verlaufen hatte und setzte mich in Bewegung steil bergab durch den Ort zur Saale. Im Laufschritt erreichte ich die Selbitzbrücke und war überglücklich.

Das ganze Team freute sich riesig über den gelungenen Lauf, trotz der großen Belastung hat es allen riesigen Spass gemacht. Danke an das Betreuerteam, die Begleiter und an Heinrich vom Arnika-Stadl.

Der geplante nächste Nonstop-Rennsteigskilauf - dann mit Motor- und Spurschlitten - verspricht ein wahres Highlight zu werden. Bleibt abzuwarten, wann die Schneebedingungen dieses Event möglich machen.
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